Sonntag Ruhetag

Heute begannen wir unser Tagesprogramm bei herrlichem Wetter am nordwestlichen Ende der Insel. Über Buenavista und Garachico fuhren wir auf einer abenteuerlichen Piste an die Punta de Teno. Zwar wurden riesige Schilder neben der Straße nicht müde, zu betonen, wie unglaublich lebensgefährlich und vor allem wie unglaublich verboten der Weg zum Leuchtturm sei, aber trotzdem waren hier auch viele Einheimische unterwegs, um mit Sicht auf den Leuchtturm zu tauchen oder zu baden.
Schließlich angekommen wanderten wir etwas umher, genossen den Ausblick auf La Gomera und La Palma und machten natürlich reichlich Fotos.

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Nach einem weiteren Fotostopp an einem verlassenen Gewächshaus (Spooky!) machten wir uns schließlich auf den Weg nach Masca. Auf dem Weg dorthin verabschiedete sich bei einem kurzen Halt Karstens Canon 1000D ebenso plötzlich wie kommentarlos ins Reich der Toten. Wollen wir hoffen, dass eine Auferstehung ansteht und dass es nicht die üblichen drei Tage dauern möge. 😉

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Trotzdem fuhren wir natürlich weiter nach Masca, einem abgelegenen Bergdorf in der Masca-Schlucht. Die Gegend fand ich durchaus beeindruckend, aber irgendwie war das auf Tourismus ausgerichtete Dörfchen nicht so mein Fall. Die Anfahrt über enge Serpentinen war jedoch spektakulär und vor Allem auch anstrengend.

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Am Abend fuhren wir dann noch einmal 40 km, um auf eine Speisekarte zu sehen. Der Restaurantbesuch fiel heute leider aus, da bei der erwählten Lokalität am Sonntag die Arbeit ruht.

Why? Because… Yoga pants!

Heute stand zuerst der Ort La Orotava auf unserem Programm, von dessen historischer Innenstadt der Dumont-Reiseführer uns vorgeschwärmt hatte. Statt des einfachen Weges über die Autobahn TF-5 wählten wir Nebenstraßen und mussten irgendwann sogar Herrn Google um Rat fragen, in welche Richtung wir uns wenden sollten. Das Navi führte uns dann prompt über eine winzige Straße, die teilweise deutlich mehr als zwanzig Prozent Steigung aufwies und uns laut ausrufen ließ “Go home Navi, you’re drunk!“. Schließlich gelangten wir jedoch nach La Orotava, wo wir in einem Gewirr von Einbahnstraßen nach einem Parkplatz suchten, aber nicht fündig wurden.
Etwas genervt beschlossen wir, statt weiter zu suchen, sofort nach San Cristobal de la Laguna zu fahren. Eine gute Entscheidung! Das Städtchen ist deutlich ruhiger, als die Touristenzentren an der Küste und die vielen historischen Gebäude verleihen ihm einen besonderen Charme.
Auf dem Rückweg hämmerte ich wenige Meter vor einer Abfahrt kurzentschlossen auf das Bremspedal, als an der TF-5 der Aussichtspunkt San Pedro ausgewiesen war. Und, was soll ich sagen… JACKPOT! Die Aussicht auf die Küste war fantastisch, Wanderwege luden zur Erkundung ein – es war einfach toll.

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Bei einem kurzen Kaffeestopp am eigentlichen Aussichtspunkt kamen wir mit einem netten, älteren Ehepaar aus München ins Gespräch. Wir tauschten ein paar Tipps zu Ausflugszielen aus und stellten im Weiteren schon bald fest, dass die Welt offenbar doch ein Dorf ist. Den Beiden gehört ein Mietshaus in der Altchemnitzer Straße in Chemnitz, ein schöner Zufall.
Am Abend gab es dann die restlichen Spaghetti von gestern (reichlich Dorade und Spinat hatten uns die Sättigungsbeilage verschmähen lassen) und nach einem weiteren Saunagang schossen wir noch ein paar Nachtbilder. Nein, macht Euch keine Hoffnungen, es ist kein Tippfehler, NACHTbilder. 🙂

Pforten

Heute wollten wir es nach den beiden fordernden Tagen etwas langsamer angehen lassen. Der Wecker schellte erst gegen neun und nach dem Frühstück schnappten wir uns zunächst die Kameras und gingen in der Nähe der Finca auf Entdeckungsreise.

Danach fuhren wir ins nahe gelegenen Icod de los Vinos zum Parque el Drago. Der Park beherbergt El Drago, einen mächtigen Drachenbaum, der – je nachdem wen man fragt -, zwischen 500 Jahren (Biologen) und bis zu 2000 Jahren (Einheimische) alt sein soll. Zwar riet man uns, man könne den Baum von einem Platz aus auch gut sehen, ohne zahlen zu müssen, die vier Euro Eintritt zum Park erwiesen sich dennoch schnell als gut angelegtes Geld. Der Park ist recht groß und bietet sehr viele, schöne Fotospots.

Nach mehreren Stunden und einigen Kilometern ging es dann mit vielen Bildern und einigen fotografischen Lerneffekten im Gepäck wieder ins Quartier. Unterwegs filmten wir noch die spektakuläre Anfahrt zur Finca.
Dort angekommen warfen wir uns ein paar leckere Stückchen Dorade in die Pfanne und heizten wieder einmal die Sauna an.

Unser Polo röchelt und gurgelt inzwischen überhaupt nicht mehr. Zwischenzeitlich hatten wir aufgrund der Geräusche und der fehlenden Leistung schon geglaubt, das Auto habe einen anderen Motor,  als die deutschen Modelle, aber seit dem Tanken ist wirklich alles besser geworden. Vielleicht wird aus spontaner Antipathie ja doch noch eine wundervolle Liebesgeschichte auf den zweiten Blick. 😉
Morgen steht La Orotava auf dem Programm, wo wir etwas völlig Unerwartetes tun wollen… fotografieren.

Alles was war

Unser heutiges Tagesziel war der Loro Parque. Der Zoo gilt als eine _der_ Sehenswürdigkeiten auf Teneriffa und wurde uns von allen Seiten empfohlen. Nach einem Fotostopp und einem Tankstopp stürzten wir uns ins Vergnügen.

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Der Zoo ist etwas kleiner, als der Leipziger Zoo, bietet aber dennoch vieles, was man in Deutschland nicht oder nur sehr selten zu sehen bekommt.

Orcas, Delfine, ein Haitunnel, die wunderschöne Pinguininsel und natürlich die vielen Papageien waren meine persönlichen Highlights. Eine übergroße Vogelvoliere mit Hängebrücken in den Baumkronen erinnert ein wenig an Gondwanaland und ermöglicht es, den Vögeln ganz nah zu kommen. Im Falle eines besonders vorwitzigen Papageis kann das auch bedeuten, dass er es ist, der näher kommt, um die Schnürsenkel der Besucher fachgerecht zu lösen.

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Nach dem Zoobesuch ging es wieder in unsere Finca. Auf dem Rückweg stellten wir fest, dass unser asthmatisch röchelnder Polo nach dem Tankstopp deutlich leiser lief und vor allem besser zog. Wollte da ein Vormieter sparen und hatte wilde Dinge in den Tank gefüllt? Wir werden es wohl nicht klären können, sind aber heilfroh, dass das kleine Auto jetzt deutlich souveräner zu fahren ist.
Zum Abschluss des Tages stand noch ein Saunagang auf dem Programm und jetzt freue ich mich schon gehörig auf mein Himmelbett. Gute Nacht Welt!

The T(e)ide is high, but I’m moving on

Für unseren ersten, richtigen Urlaubstag hatten wir uns gleich den Teide als Ziel auserkoren.
Nach dem Frühstück fuhren wir von Aussichtspunkt zu Aussichtspunkt, machten Fotos und kamen schließlich gegen 15 Uhr am Fuß des Pico de Teide an. Mit der Seilbahn fuhren wir weitere 1300 Meter in die Höhe und von der Bergstation ging es dann zu Fuß weiter.
Das Wetter war nicht übermäßig klar, Wolken und Dunst versperrten uns den Blick auf das Meer, lediglich La Gomera konnten wir bei einem Zwischenstopp sehen.
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Trotzdem war die Aussicht beeindruckend genug und hinter jeder Wegbiegung glühten die Auslöser unserer Fotoapparate.
Die Höhe von etwas mehr als 3550 Metern forderte von einem alten Asthmatiker jedoch ihren Preis, so dass wir nicht übermäßig weit gewandert waren, als wir uns schließlich wieder auf den Weg nach unten machten.
Für die Rückfahrt wählten wir eine andere Route und wieder klickten die Auslöser hinter jeder zweiten Kurve.
Nach Einbruch der Dunkelheit erreichten wir schließlich Puerto de la Cruz, wo wir uns im Restaurant “La Clave” leckeren Fisch zum Abendessen gönnten. Die Anfahrt zur Finca gelang am zweiten Abend schon routinierter, aber Kupplung und Fahrwerk des kleinen Polos mussten dennoch leiden.
Unsere Tagesbilanz: Mit dem Auto haben wir heute rund 5000-7000 Höhenmeter überwunden und mehrere hundert Bilder sind auf unseren Speicherkarten hinterlegt. Geht doch. 🙂

Morgen stehen der Loro Parque und ein Saunagang auf dem Programm.

Up, up and away!

Schon gestern Abend brachen Karsten und ich über verschneite Autobahnen nach Berlin auf. Wir übernachteten bei verschiedenen Freunden und heute früh um sechs machten wir uns dann auf den Weg nach Tegel.
Unsere Boarding begann trotz des Schneefalls leidlich pünktlich und nach dem Enteisen der Maschine hoben wir mit circa 50 Minuten Verspätung in einem picke-packe-vollen A321-200 in Richtung Sonne ab.
Positiv aufgefallen ist mir bei Air Berlin der Sitzabstand. Der fühlt sich sogar in einem voll gepackten Mittelstreckenflugzeug angenehmer an, als in den 767-300ER von Condor. Die Füße finden Platz zum Bewegen und auch die Tische klappen recht entspannt und unabhängig von der Sitzposition vor meinem Bauch herunter.
Negativ ist anzumerken, dass selbst das anstatt einer richtigen Mahlzeit gereichte Käse-“Baguette” nur schwer genießbar war, allerdings war das Bordessen bei Condor auch nicht im engeren Sinn lecker.
Der Flug war aufgrund von kräftigen Winden teilweise etwas unruhig und “bumpy”, aber noch nicht wirklich beunruhigend.
Nach der Landung auf Teneriffa ließen Sonne, blühende Blumen und Palmen sofort gute Laune aufkommen… einfach herrlich und Balsam für die vom Winter geschundene Seele. Nicht einmal die, nicht ganz einfache, Suche, nach dem Shuttle unseres Autovermieters, konnte dieses Hoch nachhaltig trüben.
Zirka zwei Stunden später hatten wir unser Auto entgegen genommen, im Supermarkt eine Grundausstattung für den Kühlschrank erworben und sogar schon eine spanische  SIM-Karte mit Internet-Flat im Handy und damit alle Tagesziele erfüllt.
Wir fuhren dann durch die landschaftlich schöne, aber für den Fahrer teilweise recht anstrengende, Westseite der Insel und kamen schließlich kurz nach dem Sonnenuntergang in der Finca La Gotera an. Die letzten Kilometer führten uns und unseren Mietwagen über unbefestigte Wege und wilde Steigungen. Hier galt die schöne, alte Regel: Don’t be gentle, it’s a rental!
Die Finca selbst entschädigte uns allerdings für die “interessante” Anfahrt. Der Blick von der Terrasse ist atemberaubend, die Wirtsleute sind extrem freundlich und es gibt sogar eine Sauna. Wow, einfach wow!
Jetzt wird erst einmal geschlafen, morgen startet dann das straffe Urlaubsprogramm. Gute Nacht allerseits.

Der letzte Tag

Den letzten Urlaubstag haben wir noch einmal intensiv genutzt. Marcus war auf der RollerCon und ich am Hoover Dam. Der Damm ist schon ein verdammt beeindruckendes Bauwerk, aber die extreme Hitze ließ keinen besonders langen Besuch zu.

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Als ich wieder in Vegas war versuchten wir noch ein Nexus7-Tab für Marcus aufzutreiben, waren aber leider nicht erfolgreich.

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Das Abendessen war noch einmal ein besonderes Erlebnis. Wir waren bei einem brasilianischen Grill. Unfassbar lecker. Marcus meint sogar so gut, dass es das Steakhouse knapp schlägt. 🙂

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Danach ging es ans Packen und spät Abends noch einmal auf den Boulevard mit ein paar deutschen Woo-Girls, die wir schon in San Francisco getroffen hatten.

I’m driving like a maniac

Heute letzter Reisetag. Von Nevada nach Arizona, 300 Meilen von Vegas zum Grand Canyon. Und zurück.
Kurz nach acht waren wir auf der Straße und Abends um elf rollten wir wieder auf dem Parkplatz ein.
In Arizona durften wir für amerikanische Verhältnisse richtiggehend rasen. 75 Meilen, das sind rund 120 km, pro Stunde, aber dennoch waren wir insgesamt zirka zehn Stunden auf der Straße.

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Zum ersten Mal auf dieser Reise hatten wir kein Glück mit dem Wetter. Es goss mehr oder weniger die gesamte Zeit, aber dennoch setzen wir uns immer wieder tapfer den Elementen aus, um die große Schlucht zu bewundern.

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Unterwegs wurde Marcus von einer kleinen Urlaubsmüdigkeit erfasst. Und wir beide angesichts der vielen, vielen Menschen von einer gewissen Misanthropie. 😉

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Morgen ist unser letzter Urlaubstag und neben dem Packen und einem Bummel über den Las Vegas Boulevard steht noch der Hoover Dam zur Besichtigung an,  aber jetzt wird erst einmal geschlafen. Gute Nacht Deutschland.

Contamination – it’s delicious

Ein weiterer Tag in Vegas. Wir waren auf der RollerCon, im Nationalen Atomtest-Museum, im Zombie Apocalypse Survival Store und hab aben das teuerste und beste Steak gegessen, dass ich bisher auf dem Teller hatte.

Aber der Reihe nach. Heute früh ging es mit den Rollerderby-Guys Marcus und Ric zuerst zur RollerCon, wo ich mir als interessierter Zuschauer ein Match,  sorry einen”Bout”,  angesehen habe. Um ehrlich zu sein wird das wohl nicht mein favorisierter Sport und ein klein wenig hatte ich das Gefühl zu spüren, wie ich altere.

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Danach ging es weiter zum Bildungsteil des Tages. Das Nationale Atomtest-Museum war erwartungsgemäß patriotisch, aber auf jeden Fall höchst informativ. Als besonderer Kick wurde mitten im Museum ein Alarm ausgelöst, was wir aufgrund der Sirene zunächst für einen Teil der Show hielten. War es aber nicht, also mussten wir ein wenig in der Sonne warten, bis das Gebäude wieder freigegeben wurde.

Nach diesem schwer verdaulichen Thema organisierten wir uns im Excalibur leckere Eiscreme und zogen weiter zum Shopping im Zombie Apocalypse Survival Store.

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Zum Abendessen stand ein Besuch bei Morton’s Steakhouse an. Nicht gerade eine besonders billige Wahl, aber angeblich eines der besten Steakhäuser der Stadt und schlicht das beste Stück Fleisch, dass ich jemals auf dem Teller hatte. Mindestens drei Wochen abgehangen, unfassbar zart, unfassbar lecker. 61 Dollar. Nur für das Steak. Ich bereue nichts.