Highway Nummer Eins

Im Rückblick… Tolles Ding! Kann man durchaus eine ganze Woche drauf verbringen wenn man das möchte.
Wir haben viele Stellen ausgelassen. Da waren noch das Hearst Castle und die Steve Miller Library, die wir nicht besuchen konnten, aber auch unzählige Wanderwege, Strände und Aussichtspunkte. Alle davon wären einen Besuch wert gewesen, besonders wenn man Wasser mag.

Mit Stil reist man natürlich im Cabrio. Und die kann man anscheinend irgendwo in der Nähe mieten. Auf jeden Fall kamen uns tausende Mustangs in quietsch–bunten Farben entgegen.

Der Highway war auf jeden Fall eines der Highlights unserer Reise.

Der letzte Tag

Den letzten Urlaubstag haben wir noch einmal intensiv genutzt. Marcus war auf der RollerCon und ich am Hoover Dam. Der Damm ist schon ein verdammt beeindruckendes Bauwerk, aber die extreme Hitze ließ keinen besonders langen Besuch zu.

image

Als ich wieder in Vegas war versuchten wir noch ein Nexus7-Tab für Marcus aufzutreiben, waren aber leider nicht erfolgreich.

image

Das Abendessen war noch einmal ein besonderes Erlebnis. Wir waren bei einem brasilianischen Grill. Unfassbar lecker. Marcus meint sogar so gut, dass es das Steakhouse knapp schlägt. 🙂

image

Danach ging es ans Packen und spät Abends noch einmal auf den Boulevard mit ein paar deutschen Woo-Girls, die wir schon in San Francisco getroffen hatten.

Zeit für ein erstes Fazit

Der Urlaub ist fast vorbei, wir haben vieles gesehen und noch mehr nicht gesehen,  weil wir es nicht in diese kurze Zeit pressen können.
Trotzdem sind wir höchst zufrieden mit unserer Zeitplanung, meist haben wir Reisezeiten gut abgeschätzt und uns war von vornherein klar, dass wir uns an der Oberfläche bewegen würden.

Unsere T-Mobile SIM-Karte war ein guter Reisebegleiter. Wir haben durch Navigation und surfen knapp ein Gigabyte unseres Datenvolumens verbraucht und hatten außerhalb der Nationalparks meistens Netz.

Mit dem tapferen, kleinen Ford haben wir zirka 2600 Meilen zurückgelegt, dass sind rund 4200 Kilometer. Im Schnitt haben wir trotz der dauerhaft fauchenden Klimaanlage weniger als sieben Liter pro 100 Kilometer verbraucht und dafür aufgrund der niedrigen Benzinpreise ungefähr 263 Euro bezahlt.

Der höchste Punkt unserer Fahrt lag auf 3300 Meter und der Tiefste mehr als 80 Meter unter Meereslevel. Die kälteste Temperatur auf der Reise waren 16 Grad am Grand Canyon und im Death Valley zeigte das Thermometer nicht weniger als 52 Grad.

Von den 50 Bundesstaaten der USA haben wir mit Kalifornien, Nevada und Arizona drei aktiv besucht und mit dem Zwischenstopp in Seattle einen vierten zumindest kurz berührt.

Kaputt gegangen ist neben meiner Brille bisher lediglich ein Glas im Hotel. Eigentlich eine ordentliche Bilanz, oder?

I’m driving like a maniac

Heute letzter Reisetag. Von Nevada nach Arizona, 300 Meilen von Vegas zum Grand Canyon. Und zurück.
Kurz nach acht waren wir auf der Straße und Abends um elf rollten wir wieder auf dem Parkplatz ein.
In Arizona durften wir für amerikanische Verhältnisse richtiggehend rasen. 75 Meilen, das sind rund 120 km, pro Stunde, aber dennoch waren wir insgesamt zirka zehn Stunden auf der Straße.

image

Zum ersten Mal auf dieser Reise hatten wir kein Glück mit dem Wetter. Es goss mehr oder weniger die gesamte Zeit, aber dennoch setzen wir uns immer wieder tapfer den Elementen aus, um die große Schlucht zu bewundern.

image

Unterwegs wurde Marcus von einer kleinen Urlaubsmüdigkeit erfasst. Und wir beide angesichts der vielen, vielen Menschen von einer gewissen Misanthropie. 😉

image

Morgen ist unser letzter Urlaubstag und neben dem Packen und einem Bummel über den Las Vegas Boulevard steht noch der Hoover Dam zur Besichtigung an,  aber jetzt wird erst einmal geschlafen. Gute Nacht Deutschland.

Contamination – it’s delicious

Ein weiterer Tag in Vegas. Wir waren auf der RollerCon, im Nationalen Atomtest-Museum, im Zombie Apocalypse Survival Store und hab aben das teuerste und beste Steak gegessen, dass ich bisher auf dem Teller hatte.

Aber der Reihe nach. Heute früh ging es mit den Rollerderby-Guys Marcus und Ric zuerst zur RollerCon, wo ich mir als interessierter Zuschauer ein Match,  sorry einen”Bout”,  angesehen habe. Um ehrlich zu sein wird das wohl nicht mein favorisierter Sport und ein klein wenig hatte ich das Gefühl zu spüren, wie ich altere.

image

Danach ging es weiter zum Bildungsteil des Tages. Das Nationale Atomtest-Museum war erwartungsgemäß patriotisch, aber auf jeden Fall höchst informativ. Als besonderer Kick wurde mitten im Museum ein Alarm ausgelöst, was wir aufgrund der Sirene zunächst für einen Teil der Show hielten. War es aber nicht, also mussten wir ein wenig in der Sonne warten, bis das Gebäude wieder freigegeben wurde.

Nach diesem schwer verdaulichen Thema organisierten wir uns im Excalibur leckere Eiscreme und zogen weiter zum Shopping im Zombie Apocalypse Survival Store.

image

Zum Abendessen stand ein Besuch bei Morton’s Steakhouse an. Nicht gerade eine besonders billige Wahl, aber angeblich eines der besten Steakhäuser der Stadt und schlicht das beste Stück Fleisch, dass ich jemals auf dem Teller hatte. Mindestens drei Wochen abgehangen, unfassbar zart, unfassbar lecker. 61 Dollar. Nur für das Steak. Ich bereue nichts.

Another hotel we can burn

Jetzt bin ich ausgeschlafen und es is Zeit für das versprochene Update.

image
(Yosemite Park)

Gestern stand die Königsetappe unserer Reise an. 350 Meilen durch Wüste und… naja, Wüste. Wir waren uns nicht ganz sicher, was wir vom Tal des Todes zu erwarten hatten, also gingen wir auf Nummer sicher. Der tapfere, kleine Focus wurde noch einmal bis zum allerletzten Tropfen betankt, der Kofferraum mit Unmengen Wasser beladen, Karten der Region wurden offline verfügbar gemacht, dann ging es los.
Schnell stellte sich heraus, dass unsere Vorsicht zwar den Bedingungen des Death Valleys angepasst waren, aber dennoch nicht wirklich nötig gewesen wären. Im Death Valley Nationalpark gab es mehrere Möglichkeiten zu tanken und einzukaufen. Die Umweltbedingungen im Death Valley sind absolut unmenschlich, aber hier wird alles getan, um den Park dennoch für unvorbereitete Touristen in Flip-Flops erlebbar zu machen. Das schmälerte unseren Triumph, die Wüste bezwungen zu haben, zwar etwas, aber letztlich ist es im Land der weggeschobenen Verantwortung nur folgerichtig.
Unser Auto schlug sich auf der Tour unglaublich souverän. Trotz der Außentemperaturen veränderten sich, selbst an den teils knackigen Anstiegen der Passstraßen, Motortemperatur und Verbrauch nur marginal. Im Schnitt flossen auf dieser Etappe 6,7 Liter pro 100 km von jenem Spülwasser, das man hier optimistisch als Benzin bezeichnet durch die Einspritzdüsen. Mit 95 Oktan statt 87 wäre sicher noch ein Tick weniger drin.

image
(mehr Yosemite)

Bei unseren kurzen Fotostopps konnten wir für ein paar Momente erleben, was die Wüste wirklich bedeuten kann. 52 Grad Celsius und vergleichsweise scharfer Wind ließen das Gefühl aufkommen, in einem Umluftherd gebacken zu werden. Die Coladose in der Hand wurde innerhalb von Minuten zu warm,  um sie zu halten, die Sohlen der Schuhe verformten sich dauerhaft. Jede kleine Anstrengung, jedes Schnappen nach Luft hinterließ das Gefühl ausgetrockneter Atemwege. Lang lebe die Klimaanlage!

Gegen Ende des Tages trafen wir in Vegas ein, wo wir eine Suite mit drei Schlafzimmern, Whirlpool, Küche und nicht weniger als vier Fernsehern bewohnen. Eigentlich sollten hier noch mehr Gäste residieren, aber kurzfristige Absagen hinterließen uns als einzige Bewohner. Wahnsinn!

image

Am Abend stürzten wir uns noch einmal in das Nachtleben auf dem Las Vegas Boulevard und…
ach kommt schon, ihr habt jetzt nicht wirklich gedacht, dass ich  das erzähle,  oder? Was in Vegas passiert bleibt in Vegas. 😉 Nur so viel: Keiner von uns ist jetzt verheiratet, wir haben keine Tiger gestohlen und kein Baby im Schrank gefunden.
Vielleicht schauen wir uns heute Abend ja ein Musical an. Oder wir gehen zu Celine Dion. *lach*

image

Another Wlan doesn’t work

Nach einer bärenfreien Nacht im “Zelt” waren wir schon früh wieder auf den Beinen. Das Frühstück war okay und danach unternahmen wir eine letzte, kurze (aber dennoch intensive) Wanderung zu den unteren Vernan Falls im Yosemite Valley.
Danach machten wir uns auf den Weg Yosemite zu verlassen. Auf dem Weg zum zirka 3000 Meter hoch gelegenen Tioga-Pass hielten wir sicher noch zehn Mal oder mehr an,  machten Fotos und staunten immer wieder über die unglaubliche Vielfalt des Nationalparks. Doch schlussendlich war es an der Zeit weiter zu ziehen und schon bald rollten wir über eine unbefestigte Straße zur Geisterstadt Bodie. Die ehemalige Goldgräberstadt wurde 1931 nach einem verheerenden Brand quasi von einem Tag auf den Anderen aufgegeben und wird heute als Nationalpark bewahrt. In Bodie wurden wir von einem üblen Landregen überrascht. Neben dem Regen fiel sogar Graupel,  zum Glück fanden wir aber im Museum Unterschlupf.

Als letzten Punkt auf unserem Tagesplan besuchten wir danach noch kurz den Mono Lake mit seinen charakteristischen Tuffstein-Ablagerungen,  dann fuhren wir nach Bishop, wo wir lecker mexikanisch aßen und im lokalen Kino “The Dark Knight rises” ansahen.

Bilder gibt es heute leider keine, das Netz ist hier einfach zu langsam bzw. fast inexistent. Jetzt wird erst einmal ausgeschlafen, bevor es morgen mit Unmengen Wasser und voll aufgetankt auf die Königsetappe nach Las Vegas geht.