Zeit für ein erstes Fazit

Der Urlaub ist fast vorbei, wir haben vieles gesehen und noch mehr nicht gesehen,  weil wir es nicht in diese kurze Zeit pressen können.
Trotzdem sind wir höchst zufrieden mit unserer Zeitplanung, meist haben wir Reisezeiten gut abgeschätzt und uns war von vornherein klar, dass wir uns an der Oberfläche bewegen würden.

Unsere T-Mobile SIM-Karte war ein guter Reisebegleiter. Wir haben durch Navigation und surfen knapp ein Gigabyte unseres Datenvolumens verbraucht und hatten außerhalb der Nationalparks meistens Netz.

Mit dem tapferen, kleinen Ford haben wir zirka 2600 Meilen zurückgelegt, dass sind rund 4200 Kilometer. Im Schnitt haben wir trotz der dauerhaft fauchenden Klimaanlage weniger als sieben Liter pro 100 Kilometer verbraucht und dafür aufgrund der niedrigen Benzinpreise ungefähr 263 Euro bezahlt.

Der höchste Punkt unserer Fahrt lag auf 3300 Meter und der Tiefste mehr als 80 Meter unter Meereslevel. Die kälteste Temperatur auf der Reise waren 16 Grad am Grand Canyon und im Death Valley zeigte das Thermometer nicht weniger als 52 Grad.

Von den 50 Bundesstaaten der USA haben wir mit Kalifornien, Nevada und Arizona drei aktiv besucht und mit dem Zwischenstopp in Seattle einen vierten zumindest kurz berührt.

Kaputt gegangen ist neben meiner Brille bisher lediglich ein Glas im Hotel. Eigentlich eine ordentliche Bilanz, oder?

Another night, I’m going mad

Samstag. Aufstehen wieder zu nachtschlafender Zeit, frühstücken, dann wieder mal zu Dollar. Unser Fiesta war uns zu… Fiesta. Wir fahren jetzt einen Focus, das ist schon mal deutlich besser.

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Danach fuhren wir zu Point Loma und liefen im tiefsten Nebel zum alten Leuchtturm. Wir beschlossen später wiederzukommen, wenn das Wetter aufklaren sollte und fuhren zunächst zur Besichtigung des im Hafen von San Diego vor Anker liegenden Flugzeugträgers USS Midway. Für mich war das natürlich ein Fest,  aber ich hatte auch nicht den Eindruck, dass Marcus sich langweilt. Neben den offensichtlichen Dingen, war für mich besonders interessant, mit wie viel Respekt man den Kriegsveteranen begegnet. Egal,  ob es um ein Foto mit einem Veteranen aus dem zweiten Weltkrieg oder um allgegenwärtige Erklärungen und Führungen durch Veteranen ging,  diese “vom Krieg getriebene Nation” scheint vor kaum etwas Anderem so viel Respekt zu haben, wie vor ihren Veteranen.

Nach der Tour über und durch die Midway fuhren wir noch einmal nach Point Loma. Bei besserer Sicht schossen wir ein paar Fotos und fuhren dann zum Mission Beach, dem Vernehmen nach einem der schönsten Strände von Kalifornien. Dort “trauten” wir uns sogar ins Wasser und ließen uns von den Wellen des Pazifiks umspülen.  Herrlich!
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Nach einer kurzen Dusche gab es dann leckeres Thai-Food im durch die ComicCon katastrophal überfüllten historischen Gaslamp-Quarter von San Diego.

Nun heißt es Badesachen trocknen und die Koffer packen, morgen früh geht es weiter nach Los Angeles. Gute Nacht Amerika, einen schönen Tag Deutschland!