Rückblick LA und Hollywood

Auch Los Angeles ist jetzt schon ein wenig Vergangenheit, also Zeit für einen Rückblick.

Die Stadt an sich ist nicht überall so gepflegt und sauber wie beispielsweise San Francisco. Besonders Hollywood ist eine Enttäuschung. Der “Wall of Fame” ist eine üble Touristenfalle und schaut man nur mal in die Nebenstraßen zerbricht der Schein recht schnell.

Aber das ganze hat auch schöne Seiten. Malibu Beach war großartig, genau wie Santa Monica. Auch die Gegend um das berühmte Schild und die Aussicht von da waren super ganz zu schweigen von den veträumten Wohnvierteln der besser Betuchten.

Für den “mittelständischen” LA-Bewohner, also alle die “nur” einen BMW und keinen Maserati fahren, ist West-LA auf jeden Fall eine super Gegend. Ein bisschen hip, etwas teurer als der Durchschnitt und super angenehm, allein schon wenn man nur durch fährt.

Was sind die Fashion Trends dieses Jahr? Ganz klar, Yoga-Pants und Flipp-Flopps. Ich persönlich finde davon aber nur eines gut 😉

Fazit: LA ist nicht die hübscheste aber es ist für jeden was dabei, man muss nur ein wenig danach suchen.

Yosemite

Wo soll ich heute nur anfangen,  wo aufhören? Wir haben unser Nachtquartier zeitig verlassen, denn im kleinen Merced hielt uns nicht viel.
Wir stellten schnell fest, dass Straßenplanung im Inneren der USA ein ziemlich einfacher Job sein muss. Eine Straße von A nach B? Kein Problem, ein Strich mit dem Lineal, Planung beendet.
Welche Geschwindigkeit man dann auf dieser Straße fahren darf ist da schon schwerer zu bestimmen. 45, 55, 65 Meilen, manchmal eventuell sogar 70 Meilen. Die Einheimischen haben den Dreh offenbar deutlich besser heraus und so waren wir des Öfteren ein Verkehrshindernis.

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Dennoch trafen wir schon gegen zehn im Park ein. Yosemite! YOSEMITE! Nach einem kurzen Stop am Merced River ging es zum ersten Anlaufpunkt Tunnel View. Schon die Fahrt dahin war das reinste Vergnügen – kurvige Bergstraßen führten uns durch die wundervolle Landschaft. Unser tapferes,  kleines Auto war wieder einmal ein treuer Begleiter und so standen wir bald am Aussichtspunkt Tunnel View. Atemberaubend. Unbeschreiblich. Wundervoll.

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Die gleichen Attribute kann man genau so auch für die zweite Station Glacier Point einsetzen.
Hier wurde mir klar, warum dieses Land immer noch so eine Faszination auf mich ausübt. Sicher, man kann in diese Landschaft eine Straße bauen,  um sie vielen zugänglich zu machen. Man kann aber auch diesen gewissen Schuss puren Irrsinns hinzufügen und es richtig machen. Dann baut man in 3000 m Höhe eben gleich rollstuhlgerechte Wege, damit es eben wirklich jeder erleben kann. Fuck yeah!

Nach dem Glacier Point fuhren wir zu den Secoya Trees im Süden des Parks. Diese Baumriesen stehen teilweise schon mehr als 2000 Jahre hier. Sie standen hier, als auf der anderen Seite der Welt Caesar erdolcht wurde, sie standen hier, als Christopher Kolumbus nach Amerika kam und sie werden vermutlich sogar am 22.12.2012 noch hier stehen. 😉
Im Wald trafen wir auf wilde Rehe, die sich problemlos fotografieren ließen, offenbar haben diese glücklichen Tiere den Mensch noch nie als Bedrohung erleben müssen.

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Inzwischen sind wir in unserem Quartier angekommen und haben unsere Lebensmittel im bärensicheren Schrank verstaut. Das Abendessen war exzellent pu d gegen unsere Erwartung nicht einmal teuer. Schlafenszeit, morgen Mittag verlassen wir Yosemite und es geht weiter über Bodie und den Mono Lake bis Bishop.
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Another backstage pass for you

Reisetag. Wir verließen das Green Tortoise Hostel früh, aßen mit flussigem Stickstoff frisch zubereitetes Eis, shoppten in einem Comic-Buchladen und fuhren noch einmal durch die Lombard Street, die unser treues, kleines Auto an den Rand seiner Moglichkeiten trieb. Auf der unfassbar steilen Straße überhitzte im Stau kurzzeitig unser Automatikgetriebe bzw. dessen Wandler. Kurz darauf war es allerdings geschafft und wir konnten uns auf den Weg nach Merced machen. Unterwegs machten wir Halt in einem Hooters, besichtigten ein paar Flugzeuge (unter anderem die legendäre SR71 Blackbird) und ließen den Tag mit dem Besuch eines Rollerderby-Matches ausklingen. Morgen geht es in den Yosemite-Nationalpark.

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Lecker Eis.

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Vor dem Hooters. Größenvergleich zwischen einem Hummer H3 (völlig sinnlos großes Auto) und einem Ford F250… einem noch größeren und unglaublich sinnlosen Auto.

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Die beiden Autos von der anderen Seite.

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Roller-Derby. In Merced mehr oder weniger eine Veranstaltung für den lokalen White Trash, aber die Leute sind nett.

P. S. Kaum ein paar Meilen von der Küste entfernt begann der kühlende Einfluss des Ozeans seine Wirkung zu verlieren und wir sahen das erste Mal Temperaturen über 100 Fahrenheit. Bloß gut, dass es Klimaanlagen gibt. 🙂

Another town I’ve left behind

Am Freitag war es soweit, wir haben uns getrennt. Okay, keine Panik, nur für den einen Tag.

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Ich habe mir die USS Pampalito angesehen, ein U-Boot der Balao-Klasse. Danach ging es quer durch die Stadt mit Bus und Bahn.

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Marcus besuchte in der Zwischenzeit diverse Läden und gegen 17 Uhr trafen wir uns dann wieder im Hipster-Hotel, um in der Kommune Abendessen zuzubereiten. Dabei lernten wir interessante Leute kennen und hatten ganz allgemein eine gute Zeit.

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Freedom!!!!

Noch ne Kleinigkeit aus Amerika. Normen haben die hier keine… schon gar nicht für Badezimmer-Armaturen.
Bis jetzt hat in jedem Hotel der Wasserhahn anders funktioniert. Den guten alten Ein-Arm-Mischer gibt es hier auch nicht.
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Meistens haben die Waschbecken einen Regler für warmes und einen für kaltes Wasser (wie in grauer Vorzeit) und in der Badewanne kann man nur die Themperatur regeln.
Ach ja, die Dusche ist fest an der Wand verbaut.
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Einzige Ausnahme bisher… das Green Tortoise Hostel, die haben alles, sogar ein europäisches Klo. Die sind aber auch sonst recht … offen.
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Another game I learn to play

Seit gestern Abend sind wir in San Francisco. Unsere Unterkunft ist ein recht hip-alternatives Hostel, inklusive punkigen Angestellten understand vegetarischem Abendessen in der Kommune. Voll groovy. San Francisco schwer zu beschreiben. Vieles hier hat einen europäischen Charme, die unvorstellbar steilen Hügel und Straßen verleihen der Stadt allerdings einen völlig eigenen Charakter. Und mir einen völlig nervigen Muskelkater, denn unser Auto steht angesichts der chronischen Parkplatznot wohl verwahrt im Parkhaus. Oder zumindest hoffen wir das. B-)

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Heute waren wir auf dem Coit Tower (hoch, aber oben verglast, eben kein Völkerschlachtdenkmal) und am Pier 39 (Shopping direkt an einem alten Pier,  sehr schöne Läden), wo wir einen Süßwarenladen ausraubten.

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Danach fuhren wir zu DER Brücke. Nach dem bewährten Motto “Dumm hat Schwein” verzogen sich die tief hängenden Wolken bzw. der Nebel bei unserer Ankunft und wir konnten im strahlenden Sonnenschein über die Golden- Gate-Bridge flanieren. Was für ein unglaubliches Bauwerk!

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Zum Abendessen gönnten wir uns dann Suppe in einem Laib Sauerteigbrot bei Boudin. Das ist im Land des fluffigen Weißbrotes durchaus etwas Besonderes.

Rückblick ComicCon

Das Nerdfest ist jetzt schon ein paar Tage her. Hier haben Eindrücke gesammelt aber auch schon einiges an Nachberichterstattung gelesen.

Klar es war voll, überwältigend und kommerziell (wenn man die Interpunktion weg lässt passt der Satz immer noch). Aber viel unserer Desillusionierung ist in schlechter Planung begründet. Wir haben beide diesen Satz schon öfter gesagt: “Verdammt, XY war auch auf SDCC und wir haben es nicht mitbekommen.”

Das ganze steht und fällt also mit ordentlicher Planung und der Möglichkeit auch mal einen Tag in der Schlange zu stehen.

Das Experiment muss also wiederholt werden um eine endgültige Wertung abzugeben.

We are the roadcrew (That’s right)

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Auf unserer gestrigen Fahrt von Los Angeles nach San Simeon waren wir von der Landschaft ziemlich beeindruckt. Wir waren jedoch nicht darauf vorbereitet, was wir heute sehen sollten.

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Der Highway 1 verwandelte sich hinter San Simeon in etwa in eine deutsche Bundesstraße und schlängelte sich direkt am Pazifik durch die unfassbar schöne Landschaft. Der Ozean glitzerte links von uns, rechts reckten sich raue Hügel in den Himmel. Für Deutsche schwer vorstellbar ist, das es am Highway 1 mitten in Kalifornien stundenlang keinen Telefonempfang und teilweise nicht einmal Radiosender gab.

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Wir entschieden uns aufgrund des hohen Zeitaufwandes gegen eine Tour durch Hearst “Castle” und standen so schon bald am Pazifik und fotografierten See-Elefanten. Großartige Tiere!

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Nächste Station waren nach ein paar kürzeren Stopps die McWay Falls,  eine wundervolle Bucht, in der ein kleiner Fluss in den Pazifik mündet. Marcus nutze den felsigen Grund für eine kleine Klettertour und schon bald ging es weiter zu den Pfeiffer Falls im Big Sur Nationalpark.

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Von dort aus machten wir uns aufgrund der fortgeschrittenen Zeit ohne weitere Stops auf nach San Francisco.

Another room a case to pack

Heute ging unsere Zeit in Los Angeles zuende. Nachdem wir den Moloch hinter uns gelassen hatten, gönnten wir uns ein leckeres Frühstück am Paradise Beach, schossen Fotos an diversen Aussichtspunkten und besuchten die Pismo Beach Premium Outlets zum Shoppen.

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Das Abendessen nahmen wir dann bei Jack in the Box ein. Deren Burger konnten jedoch nicht mit denen von Wendy’s mithalten.
Bevor wir schließlich in San Simeon unser Quartier erreichten, ging es noch zum Morro Rock, einem höchst eindrucksvollen Felsen,  den die Natur hier aus dem Boden gepresst hat. Ein paar Meter von dort entfernt sahen wir das im Jahr 2000 außer Dienst gestellte DSRV-2 Avalon auf einem Anhänger am Straßenrand stehen. Was es dort wohl tut?

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Die Landschaft entlang des Highway 1 hat mich extrem beeindruckt und unsere Bilder können das wohl leider nicht zu einhundert Prozent einfangen.

Nachtrag 1: Mein Telefon hat soeben sein Update auf Android 4.1 Jelly Bean erhalten und überlebt. Erster Eindruck: Projekt Butter wirkt Wunder.
Nachtrag 2: Hier gibt es ein Getränk namens Squirt. O_o Da sollte sich Hersteller vielleicht noch einmal Gedanken über das Markenimage machen. B-)

Another tube of super glue

Nachdem es gestern keinen richtigen Tagesrückblick gab, wird der heutige Post ein wenig länger.

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Gestern haben wir San Diego verlassen und uns auf den Weg ins circa 120 Meilen entfernte Los Angeles gemacht. Dort angekommen ging es zuerst nach Long Beach, wo wir einen Blick auf den (langen) Strand und die dort als Hotel verankerte Queen Mary warfen. Für die Besichtigung des ebenfalls dort verankerten russischen U-Bootes fehlte leider die Zeit und so ging es weiter zu Coldstone, wo man sich auf einem kalten Stein (hence the name) Eiscreme mit beliebigen Zutaten zubereiten lassen kann. Ich habe mich in gewohnt langweiliger Manier für ein vordefiniertes Paket aus Kaffee-Eis, Mandel und Karamell entschieden, Marcus ließ mit Cheesecake-Eis,  weißen Schokoflocken, Marshmallows und Gummibärchen krachen.

Nachdem wir im Hotel eingecheckt hatten, ging es weiter zum Hollywood Boulevard und dem Walk of Fame. Dort haben wir eingekauft (Näheres irgendwann von Marcus), den Walk of Fame besucht (ich stand kurzfristig auf Britney Spears… bzw. ihrem Stern) und festgestellt, dass das alles wesentlich weniger glamourös ist, als wir es uns vorgestellt haben.

Gegen Abend fuhren wir noch nach Santa Monica zum gleichnamigen Strand. Dort passierte dann auch das erste richtig ärgerliche Missgeschick. Aus Kostengründen hatte ich vor dem Urlaub meine Brille als einziges (mögliches)  größeres Problem nicht doppelt und dreifach abgesichert und prompt nahm eine überraschend hohe Welle eines meiner Gläser als Tribut an den Pazifik mit. Uncool.

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Die Möglichkeit als Fahrer auszufallen und den Urlaub einäugig fortzusetzen habe ich sofort ausgeschlossen, also fuhren wir heute früh zu einer Lenscrafter-Filiale und nun habe ich wieder den totalen Durchblick, denn hier werden neue Gläser in nur einer Stunde geschliffen und eingesetzt. USA! USA! USA! Positiver Nebeneffekt: Dank phototroper Gläser habe ich jetzt auch eine Sonnenbrille. Die Preise waren auch okay, zumindest habe ich nicht mehr bezahlt, als eine Zweitbrille vor Reiseantritt auch gekostet hätte. Dennoch eine ärgerliche Episode, auf die ich gern verzichtet hätte.

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Den Rest des Tages haben wir damit verbracht Bilder vor dem Hollywood-Sign zu machen, einmal über den Sunset Strip zu fahren (sch etwas mehr Glamour) und den legendären Strand von Malibu zu besuchen.
Abendessen gab es dann in einem typischen Klischee-Diner und morgen geht es dann weiter in Richtung San Francisco.
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P. S.  Gestern erster Reisetag, 267 Meilen.