Another hotel we can burn

Jetzt bin ich ausgeschlafen und es is Zeit für das versprochene Update.

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(Yosemite Park)

Gestern stand die Königsetappe unserer Reise an. 350 Meilen durch Wüste und… naja, Wüste. Wir waren uns nicht ganz sicher, was wir vom Tal des Todes zu erwarten hatten, also gingen wir auf Nummer sicher. Der tapfere, kleine Focus wurde noch einmal bis zum allerletzten Tropfen betankt, der Kofferraum mit Unmengen Wasser beladen, Karten der Region wurden offline verfügbar gemacht, dann ging es los.
Schnell stellte sich heraus, dass unsere Vorsicht zwar den Bedingungen des Death Valleys angepasst waren, aber dennoch nicht wirklich nötig gewesen wären. Im Death Valley Nationalpark gab es mehrere Möglichkeiten zu tanken und einzukaufen. Die Umweltbedingungen im Death Valley sind absolut unmenschlich, aber hier wird alles getan, um den Park dennoch für unvorbereitete Touristen in Flip-Flops erlebbar zu machen. Das schmälerte unseren Triumph, die Wüste bezwungen zu haben, zwar etwas, aber letztlich ist es im Land der weggeschobenen Verantwortung nur folgerichtig.
Unser Auto schlug sich auf der Tour unglaublich souverän. Trotz der Außentemperaturen veränderten sich, selbst an den teils knackigen Anstiegen der Passstraßen, Motortemperatur und Verbrauch nur marginal. Im Schnitt flossen auf dieser Etappe 6,7 Liter pro 100 km von jenem Spülwasser, das man hier optimistisch als Benzin bezeichnet durch die Einspritzdüsen. Mit 95 Oktan statt 87 wäre sicher noch ein Tick weniger drin.

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(mehr Yosemite)

Bei unseren kurzen Fotostopps konnten wir für ein paar Momente erleben, was die Wüste wirklich bedeuten kann. 52 Grad Celsius und vergleichsweise scharfer Wind ließen das Gefühl aufkommen, in einem Umluftherd gebacken zu werden. Die Coladose in der Hand wurde innerhalb von Minuten zu warm,  um sie zu halten, die Sohlen der Schuhe verformten sich dauerhaft. Jede kleine Anstrengung, jedes Schnappen nach Luft hinterließ das Gefühl ausgetrockneter Atemwege. Lang lebe die Klimaanlage!

Gegen Ende des Tages trafen wir in Vegas ein, wo wir eine Suite mit drei Schlafzimmern, Whirlpool, Küche und nicht weniger als vier Fernsehern bewohnen. Eigentlich sollten hier noch mehr Gäste residieren, aber kurzfristige Absagen hinterließen uns als einzige Bewohner. Wahnsinn!

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Am Abend stürzten wir uns noch einmal in das Nachtleben auf dem Las Vegas Boulevard und…
ach kommt schon, ihr habt jetzt nicht wirklich gedacht, dass ich  das erzähle,  oder? Was in Vegas passiert bleibt in Vegas. 😉 Nur so viel: Keiner von uns ist jetzt verheiratet, wir haben keine Tiger gestohlen und kein Baby im Schrank gefunden.
Vielleicht schauen wir uns heute Abend ja ein Musical an. Oder wir gehen zu Celine Dion. *lach*

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