Another Wlan doesn’t work

Nach einer bärenfreien Nacht im “Zelt” waren wir schon früh wieder auf den Beinen. Das Frühstück war okay und danach unternahmen wir eine letzte, kurze (aber dennoch intensive) Wanderung zu den unteren Vernan Falls im Yosemite Valley.
Danach machten wir uns auf den Weg Yosemite zu verlassen. Auf dem Weg zum zirka 3000 Meter hoch gelegenen Tioga-Pass hielten wir sicher noch zehn Mal oder mehr an,  machten Fotos und staunten immer wieder über die unglaubliche Vielfalt des Nationalparks. Doch schlussendlich war es an der Zeit weiter zu ziehen und schon bald rollten wir über eine unbefestigte Straße zur Geisterstadt Bodie. Die ehemalige Goldgräberstadt wurde 1931 nach einem verheerenden Brand quasi von einem Tag auf den Anderen aufgegeben und wird heute als Nationalpark bewahrt. In Bodie wurden wir von einem üblen Landregen überrascht. Neben dem Regen fiel sogar Graupel,  zum Glück fanden wir aber im Museum Unterschlupf.

Als letzten Punkt auf unserem Tagesplan besuchten wir danach noch kurz den Mono Lake mit seinen charakteristischen Tuffstein-Ablagerungen,  dann fuhren wir nach Bishop, wo wir lecker mexikanisch aßen und im lokalen Kino “The Dark Knight rises” ansahen.

Bilder gibt es heute leider keine, das Netz ist hier einfach zu langsam bzw. fast inexistent. Jetzt wird erst einmal ausgeschlafen, bevor es morgen mit Unmengen Wasser und voll aufgetankt auf die Königsetappe nach Las Vegas geht.

Yosemite

Wo soll ich heute nur anfangen,  wo aufhören? Wir haben unser Nachtquartier zeitig verlassen, denn im kleinen Merced hielt uns nicht viel.
Wir stellten schnell fest, dass Straßenplanung im Inneren der USA ein ziemlich einfacher Job sein muss. Eine Straße von A nach B? Kein Problem, ein Strich mit dem Lineal, Planung beendet.
Welche Geschwindigkeit man dann auf dieser Straße fahren darf ist da schon schwerer zu bestimmen. 45, 55, 65 Meilen, manchmal eventuell sogar 70 Meilen. Die Einheimischen haben den Dreh offenbar deutlich besser heraus und so waren wir des Öfteren ein Verkehrshindernis.

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Dennoch trafen wir schon gegen zehn im Park ein. Yosemite! YOSEMITE! Nach einem kurzen Stop am Merced River ging es zum ersten Anlaufpunkt Tunnel View. Schon die Fahrt dahin war das reinste Vergnügen – kurvige Bergstraßen führten uns durch die wundervolle Landschaft. Unser tapferes,  kleines Auto war wieder einmal ein treuer Begleiter und so standen wir bald am Aussichtspunkt Tunnel View. Atemberaubend. Unbeschreiblich. Wundervoll.

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Die gleichen Attribute kann man genau so auch für die zweite Station Glacier Point einsetzen.
Hier wurde mir klar, warum dieses Land immer noch so eine Faszination auf mich ausübt. Sicher, man kann in diese Landschaft eine Straße bauen,  um sie vielen zugänglich zu machen. Man kann aber auch diesen gewissen Schuss puren Irrsinns hinzufügen und es richtig machen. Dann baut man in 3000 m Höhe eben gleich rollstuhlgerechte Wege, damit es eben wirklich jeder erleben kann. Fuck yeah!

Nach dem Glacier Point fuhren wir zu den Secoya Trees im Süden des Parks. Diese Baumriesen stehen teilweise schon mehr als 2000 Jahre hier. Sie standen hier, als auf der anderen Seite der Welt Caesar erdolcht wurde, sie standen hier, als Christopher Kolumbus nach Amerika kam und sie werden vermutlich sogar am 22.12.2012 noch hier stehen. 😉
Im Wald trafen wir auf wilde Rehe, die sich problemlos fotografieren ließen, offenbar haben diese glücklichen Tiere den Mensch noch nie als Bedrohung erleben müssen.

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Inzwischen sind wir in unserem Quartier angekommen und haben unsere Lebensmittel im bärensicheren Schrank verstaut. Das Abendessen war exzellent pu d gegen unsere Erwartung nicht einmal teuer. Schlafenszeit, morgen Mittag verlassen wir Yosemite und es geht weiter über Bodie und den Mono Lake bis Bishop.
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Another backstage pass for you

Reisetag. Wir verließen das Green Tortoise Hostel früh, aßen mit flussigem Stickstoff frisch zubereitetes Eis, shoppten in einem Comic-Buchladen und fuhren noch einmal durch die Lombard Street, die unser treues, kleines Auto an den Rand seiner Moglichkeiten trieb. Auf der unfassbar steilen Straße überhitzte im Stau kurzzeitig unser Automatikgetriebe bzw. dessen Wandler. Kurz darauf war es allerdings geschafft und wir konnten uns auf den Weg nach Merced machen. Unterwegs machten wir Halt in einem Hooters, besichtigten ein paar Flugzeuge (unter anderem die legendäre SR71 Blackbird) und ließen den Tag mit dem Besuch eines Rollerderby-Matches ausklingen. Morgen geht es in den Yosemite-Nationalpark.

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Lecker Eis.

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Vor dem Hooters. Größenvergleich zwischen einem Hummer H3 (völlig sinnlos großes Auto) und einem Ford F250… einem noch größeren und unglaublich sinnlosen Auto.

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Die beiden Autos von der anderen Seite.

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Roller-Derby. In Merced mehr oder weniger eine Veranstaltung für den lokalen White Trash, aber die Leute sind nett.

P. S. Kaum ein paar Meilen von der Küste entfernt begann der kühlende Einfluss des Ozeans seine Wirkung zu verlieren und wir sahen das erste Mal Temperaturen über 100 Fahrenheit. Bloß gut, dass es Klimaanlagen gibt. 🙂